CARBON ACCOUNTING FÜR KLIMAZIELE IN DER LIEFERKETTE

Herausforderungen und Best Practices von Unternehmen

Vor dem Hintergrund des zunehmenden gesellschaftlichen und regulatorischen Drucks kann sich unternehmerischer Klimaschutz nicht mehr auf ein reines CO2-Reporting beschränken. Es werden konkrete und messbare Minderungen erwartet, die im Einklang mit einem 1,5° Ziel stehen. In der Praxis ist jedoch eine Einführung von solchen Klimazielen mit einer Reihe von strategischen und operativen Herausforderung verbunden, insbesondere wenn es um indirekte (Scope 3) Emissionen geht.

Daher haben wir 2020 unser CSR Leaders‘ Circle dem Thema Carbon Accounting in der Lieferkette gewidmet, an der 30 bekannte Marken aus verschiedenen Branchen teilnahmen. Ziel der (erstmalig digitalen) Veranstaltung war es, Herausforderungen und Lösungen für ein Carbon Accounting für Klimaziele in der Lieferkette zu diskutieren und einen konzentrierten und ungeschminkten Austausch unter den Teilnehmenden zu ermöglichen. Dafür bestand die zweistündige digitale Session hauptsächlich aus interaktiven Breakout-Sessions.

Zur Einführung hat Jens Plambeck, der bei Bayer für dieses Thema zuständig ist, einen Impulsvortrag gehalten. In den Breakout-Sessions fokussierten sich dann die Teilnehmenden auf konkrete Fragestellungen im Bezug auf Carbon Accounting und tauschten sich über eigene Erfahrungen, Herausforderungen, (Miss-)Erfolge und Learnings aus. Basierend auf den Bedürfnissen der teilnehmenden Unternehmen waren folgende Fokusthemen Diskussionspunkte:

  • Wie berechne ich Scope 3 Emissionen (im Zeitverlauf)?
  • Wie lassen sich Emissionen reduzieren?
  • Wie setze ich die Ziele in (jeweils) Scope 1,2,3 und wie verteile ich diese innerhalb des Unternehmens und im zeitlichen Verlauf?
  • Wie setze ich ein Controlling-prozess ein?

 

 

 Referent:

  • BAYER AGJens Plambeck, Global Lead Environment/CO2 & EMEA Lead Sustainable Procurement : Impuls-Vortrag

Was kam aus dem Austausch heraus?

Unter anderem dass der Haupttreiber für die Erhebung von THG-Emissionen entlang der Lieferkette von Kundenanforderungen herrührt, wie unsere gestellte Kurzumfrage es erwies:

Auch wurde ersichtlich, dass – trotz ähnlicher Verwendung von Carbon Accounting Methoden (zu gleichen Teilen LCAs, Input-Output Modelle, und direkte Datenerhebung) – Unternehmen meist die gleichen Herausforderungen teilen.Tatsächlich wurde die exakte Datenerhebung als problematisch empfunden, zumal die Messbarkeit über die Jahre komplex ist. Oft sind die erhobenen Daten bei den verschiedenen Lieferanten nicht konsistent, nicht oder begrenzt verfügbar, oder überlappen sich.

Die Herausforderungen lässt Unternehmen jedoch nicht davon ab, ambitionierte Klimaziele zu haben. Lediglich 15% der teilnehmenden Unternehmen planen absolut keine Klimaziele und 23% befassen sich nicht mit der wegweisenden Klimaschutzinitiative Science Based Target Initiative (SBTi). Dafür hat sich ein Drittel der Unternehmen dem SBTi verschrieben, indem sie bereits ihre Klimaziele von der SBTi validiert haben lassen und/oder ein Commitment an der SBTi abgegeben haben.

Sie wollen weiterführende Informationen? Kontaktieren Sie unsere Ansprechpartner zu diesem Gebiet:

Dr. Moritz Nill

Dr. Moritz Nill

Director

+49 40 609 46 18 51

moritz.nill@systain.com

Carbon Footprint | Naturkapital-Accounting | Wirkungsanalyse von Maßnahmen| Nachhaltiges Lieferkettenmanagement

Weiterführende Studien, Veranstaltungen und Weiteres zu diesem Thema:

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