Management der Scope-3-Emissionen der Lieferkette

Die Zukunft der globalen Wertschöpfung

Analyse der 350 größten börsennotierten Unternehmen in der DACH-Region. Eine Studie von CDP und Systain Consulting GmbH.

Ein erfolgreiches Carbon Management verlangt die Berücksichtigung indirekter Treibhausgasemissionen

Ziel dieser Studie ist eine Sensibilisierung der Unternehmen für Risiken und Chancen durch Treibhausgasemissionen in der gesamten Lieferkette, die nur durch eine umfassende Erhebung der Treibhausgasemissionen erkannt werden können. Der bisherige Fokus von Unternehmen bei der Berichterstattung liegt hingegen noch viel zu stark auf Scope-1- und -2-Emissionen. Die anfallenden Emissionen in vorgelagerten Lieferketten (Scope 3 upstream der Lieferkette) werden hingegen noch unzureichend erhoben, obwohl diese einen erheblichen Anteil an den Gesamtemissionen von Unternehmen einnehmen.

Untersucht wurden die Scope-3-Lieferkettenemissionen ausgewählter Wirtschaftssektoren

  • Automobile & Komponenten
  • Basiskonsumgüter
  • Energie
  • Finanzwesen
  • Gesundheitswesen
  • Immobilien
  • Industrie
  • Informationstechnologie
  • Nicht-Basiskonsumgüter (ohne Automobile & Komponenten)
  • Roh-, Hilfs- & Betriebsstoffe
  • Telekommunikationsdienste
  • Transportwesen

Die Scope-3-Emissionen dominieren die Gesamtemissionen

Im Schnitt sind in allen Wirtschaftssektoren die Scope-3-Emissionen der Lieferkette dreimal so hoch wie die Summe der Emissionen in Scope 1 und 2.

Nur wenige Unternehmen berichten umfassend über die Emissionen in Ihrer Lieferkette (Scope 3)

Die Studie zeigt, dass die meisten Unternehmen falsche Prioritäten in der Erhebung der Daten setzen: In quantitativer Hinsicht unwichtige Daten werden mit viel Aufwand erhoben. Wichtige Emissionsquellen bleiben unberücksichtigt.
“Grundvoraussetzung für ein umfassendes Carbon Management ist die Kenntnis der wesentlichen Emissionsquellen entlang der gesamten Wertschöpfungskette: Dies betrifft also die eigenen  Unternehmensprozesse, die Stromerzeugung, die Lieferkette und die Nutzenphase. Denn nur wer misst, kann auch managen. Unsere Analyse zeigt allerdings, dass nur die wenigsten Unternehmen wissen, wo wesentliche Emissionen entstehen: zum großen Teil in ihrer Lieferkette durch den Einkauf von Vorprodukten.” Hubertus Drinkuth

Managing Director, Systain Consulting GmbH

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Nur 4 % aller Unternehmen berichten ihre Scope-3-Emissionen umfassend (CDP-Bericht 2013)

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der Gesamtemissionen der Automobilbranche fallen in der Lieferkette an (Scope 3)

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Die Kategorie "Purchased Goods and Services" verursacht bei allen Wirtschaftssektoren über 70% der Emissionen in Scope 3

Hintergrund: Ermittlung der sektorspezifischen Treibhausgasemissionen

Mit estell hat Systain ein Verfahren entwickelt, das mit sehr begrenztem Aufwand die Treibhausgasemissionen über die gesamte Wertschöpfungskette eines Unternehmens erhebt. Mit diesem Modell wurden die vorgelagerten Treibhausgasemissionen (Scope 3) für die verschiedenen Wirtschaftssektoren erhoben und mit den Angaben der 350 größten börsennotierten Unternehmen der DACH-Region verglichen. Mehr Informationen

Ihre Ansprechpartner

Dr. Moritz Nill

Dr. Moritz Nill

Director - Berlin Office

moritz.nill@systain.com

Strategieberatung / Projektmanagement  / Umwelt- und Ressourcen-Management

Christina Schampel

Christina Schampel

Consultant

christina.schampel@systain.com

Strategieentwicklung / Wirtschaftsrecht /  Sozialverantwortung / Risiko-Assessment

Marcel Severith

Marcel Severith

Consultant

marcel.severith@systain.com

Klima und Energie / Ressourceneffizienz / Geschäftsprozesse / Systemintegration